Bei mir gibt es Eisenklangschalen, die können tatsächlich rosten, obwohl ich sie mit einer Hartwachsschicht überziehe. Rost entsteht durch eine Verbindung von Eisen, Wasser und Sauerstoff.
Die Patina bei "normalen" Klangschalen ist in der Regel eine Reaktion des in der Legierung enthaltenen Kupfers mit z.B. Hautschweiß oder auch Schwefel aus der Luft.
Wenn jemand damit Werbung macht, daß seine Klangschalen 7 oder 12 Metalle enthalten, der sollte eigentlich darauf hinweisen, daß einige davon (z.B. Blei oder Quecksilber) hochgiftig sind, weshalb es mindestens notwendig ist, nach dem Berühren die Hände zu waschen!
Auch Kupfer, Bronze und andere Kupferlegierungen sind nicht lebensmittelecht, da Kupfer in Verbindung mit Fruchtsäuren giftige Salze bildet. Z.B. Kupfer und Essigsäure bildet zusammen Grünspan. Durch die Haut aufgenommen schaden diese Salze allerdings nicht, sondern haben unter Umständen sogar eine heilende Wirkung. Ich erinnere an die Kupferarmreifen gegen Rheumaerkrankungen.
Dennoch waren in den Ursprungsländern viele alte Schalen tatsächlich für Lebensmittel im Gebrauch, bevor sie als Klangschalen entdeckt wurden.
Das, was wir als Gift bezeichnen, hat auch die Wirkung von Konservierungsstoffen, genau wie umgekehrt viele unserer Konservierungsstoffe Gifte sind.
Also möge sich jeder selbst entscheiden, ob und womit er sich vergiften will.
Wirklich lebensmittelecht sind meine Klangschalen aus Titan oder aus Silber, aber die sind eigentlich zu wertvoll, um sie als Müslischüsseln zu gebrauchen.
