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AW: Therapeut oder doch nicht.....?
Auch wir sind an unserem Bildungszentrum über dieses Thema gestolpert. Wir haben uns lange mit der Begrifflichkeit herumgeschlagen und uns gefragt, welchen Namen das „Kind“ bekommen soll.
Folgende Überlegungen haben mich weiter gebracht:
Der Begriff "Therapeut" ist nicht geschützt, das wissen wir. Also fragte ich mich was ist eigentlich ein Therapeut, was soll denn ein Therapeut überhaupt als grundlegende Kompetenz können, damit ich ihn Therapeut nennen würde?
Mir wurde schnell klar, dass er mich in die Heilung begleiten sollte, natürlich! Aber was soll er denn heilen? Wird das unseren Physiotherapeuten, Ergos, Logopäden... denn nicht immer vom Arzt oder dem Heilpraktiker vermittelt? Berufsstände, die sich jahrelang darauf vorbereitet haben Diagnose und Differentialdiagnose stellen zu können? Kann das mein frisch gebackener Klangtherapeut auch? Die Antwort kennen wir alle selber.
Oder ist das vielleicht alles zu schulmedizinisch, würde mir die pure Intuition, ein „Offen - Sein“, die heilerische Vision des frischgebackenen Therapeuten helfen mich gut aufgehoben zu fühlen? So sehr ich diese Qualitäten schätze und für wichtig erachte, mir wäre das zu wenig. Mein Therapeut sollte beides drauf haben und wenigstens in der Diagnose und dem Therapieverlauf mit einem Arzt/Heilpraktiker ins feed-back gehen wollen und können. Das setzt natürlich voraus, dass der Klangtherapeut auch die Sprache dieser Berufsbilder beherrscht und Krankheitsbilder/Gesundheitsbilder detailliert kennt. Dass er das kann, das möchte ich auch von angemessener Stelle geprüft sehen.
Wir haben schnell gemerkt dass die Wahl des Arbeitstitels mit mehr zusammenhängt als dieser grundsätzlichen „Was ist nun eigentlich ein Therapeut ?“ Frage.
Die Wahl des Arbeitstitels zieht Verschiedenes nach sich.
Jeder Seminarbetreiber braucht für seine Angebote einen Arbeitstitel, muss sich also entscheiden. Dann kultiviert und kommuniziert er ihn. Manchmal wird er vielleicht ohne viel nachzudenken, also ein Stück weit unbewusst, vom Seminaranbieter gewählt, was meiner Meinung nach nicht unbedingt für den Seminarbetrieb spricht.
Oder, und da muss man noch genauer hinschauen, es wird bewusst versucht die Ausbildung in der Klangmassage durch die Vergabe hochwertiger Titel aufzuwerten. Dies suggeriert dem potenziellen Seminarteilnehmer, dass er sich innerhalb weniger Tage ein hochwertiges Berufsbild mit Zertifikat erwirbt. Er wird glauben gemacht, dass er nun ausnahmslos vorbereitet ist für eine ihn ernährende berufliche Zukunft. Diese Aufwertung kann zusätzlich Seminarteilnehmer generieren, lohnt sich also wirtschaftlich.
Auf Grund dieser und noch anderer Gesichtspunkte haben wir beschlossen, überhaupt keinen Berufstitel für die Ausbildung Klangmassage zu vergeben. So vermitteln wir das auch im Unterricht und auf unseren Zertifikaten. Die bescheinigen, dass du an einer Ausbildung innerhalb der Klangmassage teilgenommen hast, die einen Umfang von ca. 56 Unterrichtsstunden umfasst. Weiter beschreiben wir in unseren Zertifikaten die gesamten Seminarinhalte und damit deinen Kompetenzerwerb detailliert.
Wir sind der Meinung dass du dein Schild an der Haustüre oder deinen Flyer so gestalten kannst, dass dein Name ersichtlich wird, und das was du kannst, also die Kompetenzen die du dir erworben hast. In diesem Falle die „Klangmassage“. Diese Liste zu erweitern ist deine Sache und führt zu deinem individuellen Profil.
Wir sind zu der Meinung gekommen, dass dies eine Lösung ist, die dich ins rechte Licht rückt. So wird ein passendes Klientel zu dir kommen, welches dann zufrieden und entspannt nach Hause gehen kann, weil es merkt, dass du halten kannst, was du versprichst.
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Ilona Mayer
Gründung und Leitung von Klang Balance Horizonte,
Ausbildungszentrum für Klang-Massagen-Therapie und pädagogische Klangarbeit
www.klangschalen-massagen.de
Geändert von ilonamayer (25.02.2009 um 16:55 Uhr).
Grund: Schreibfehler
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