Einzelnen Beitrag anzeigen
  #5 (permalink)  
Alt 09.04.2009, 17:33
Benutzerbild von feuervogel69
feuervogel69 feuervogel69 ist offline
Registrierter Benutzer
 
Registriert seit: 10.2003
Ort: leipzig
Beiträge: 285
Renommee-Modifikator: 0
feuervogel69 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
AW: tonleiterklangschalen....

frank: was gibts denn da groß zu benennen?

wenn der grundton der schale ganz gut in eine 440hz temperierte stimmung reinpaßt, dann kannst du die schalen gaaanz schlicht und einfach nach dem ton nennen, den sie erzeugen.....

also eine C-schale hat eben dann C, eine as-schale schwingt grundtönig auf as und ein "Hes" gibt es übrigens nicht....! das ist peinlich, bzw. da zeigt sich, daß du zum gegenwert einer schale evtl. doch noch mal nen VHS-kurs gehörbildung nehmen solltest ;-))

nebenbei (aber dazu schreibe ich noch mehr in meinem zukünftigen planetenschalenartikel): du/ihr macht etwas ganz komisches. als ob sich sportlehrer mit anatomischen fachbegriffen unterhalten, aber der gegenstand um den es geht im molekularbiologischem bereich angesiedelt ist.

du mußt wirklich wissen, daß die ganze "einfache" basis-musiktheorie nur anwendbar ist, wenn man in toleranzbereichen denkt, die mehrer hertz umfassen. und zwar im nahen bereich unseres geliebten kammertons ca. 20 hz!!!

d.h.: die welt der musik von der warte von frequenzmessungen betrachtet, die auf 2 stellen hinter dem komma genau sind (!)- das ist eine völlig andere welt!! du betrittst hier wirklich einen kosmos der musikwissenschaftlich erfaßt ist, aber dazu bedarf es der höheren weihen. hier stimmt fast nichts mehr vom landläufig praktiblen wissen. die ganze geschichte IST wahnsinnig interessant und auch spannend, doch das betreten dieses bereiches ohne hintergrundwissen ist mehr als gefährlich.

ich empfehle dir nur mal 2 kleine experimente: messe einmal die frequenzen eines gut gestimmten flügels oder klavier und vergleiche das mal mit deiner tabelle (falls du eine hast) und zwar einmal mittellage, dann tiefe lagen und ganz oben.
dann kaufe dir einmal eine stimmgabel und messe diese, bzw. beschreib mir mal wie du dein system kalibrierst. ich habe hier schon seltsame effekte bemerkt, die mich davon abhalten würden eine frequenz (obwohl sie auf 0,2hz genau gemessen ist), auf ein hz genau auszugeben. die wandlergeschichte, abtastratengenauigkeit etc. spielen uns hier mehr streiche als man glaubt.

nichts ist in der praxis so wie in der theorie, bzw. die praxis folgt mehr oder weniger ausgearbeitet den "höheren" weihen der musiktheorie.
seit platon sind da grundsätzliche probleme bekannt und die komponisten und instrumentenbauer setzen seit hunderten jahren immer wieder anders das problem des abendländischen tonraumes um. das ist für laien natürlich wenn ünerhaupt nur sehr schwer zu verstehen, aber jemand der aussagen auf der basis von auf unter 1 Hz genauen messungen trifft, muß ich das verständis erwarten, sonst bringt er sich um kopf und kragen.

also biete von mir aus ausgemessene tonschalen an wo du die frequenz des grundtones angibst und den ton vom kammerton 440hz aus angibst, da hat man dann ne orientierung. 432hz ist völliger quatsch, ich kenne kein instrument was diesen kammerton hat und mit dem klangschalen in berührung kommen sollten....
im gegenteil: i.d.r. ist der kammerton oft höher als 440hz, nämlich 441, 442 manchmal sogar bis 444hz. das hat zur folge, daß z.b. hohner seine blasharmonikas grundsätzlich etwas höher stimmt als 440. lediglich keyboards sind meist auf 440hz gestimmt. also es ist und bleibt schon so eine sache mit dem kammerton, der stimmung und überhaupt ;-)))

viel sinnvoller wäre eine unterteilung der schalen (neben dem grundton) in solche deren obertöne relativ harmonisch drüber liegen (obertöne relativ genau) und schalen die sehr stark verbogene bzw. unharmonsiche obertöne aufweisen. das würde auch sinn machen, wenn man schalen sucht, die man mit anderen instrumenten kombinieren wöllte oder zu einsatz mit gesang.

oder messe doch schalen nach vokalen aus! die vokale sind formantbereiche (wikipedia hat hier ganz gute artikel!!) die du klar messen kannst. und mit definierten schlegel könntest du wunderbar sagen: das ist eine "o" schale, das eine "a"-schale und die klingt mehr im "i" oder so.

dei arbeit mit vokalen ist tradiert (eurhytmie, steiner etc.) und passende schalen zur vokalarbeit würden eine tolle auswahlmöglichkeit sein.

sei dir doch mal bewußt, daß du bei den schalen wirklich mit instrumenten zu tun hast. es gibt zu instrumenten eine derart komplexe historie, daß du da nur abzuschöpfen brauchst. sicher, daß meiste steht da nicht im internet. gute bücher braucht der student der musikgeschichte ;-))) z.b. haben die 4 saiten einer geige eigentlich kosmische bedeutung. dei unterteilung der stimmgruppen Bass, tenor,alt, sopran ist auch eine unheimlich begründete art der zuteilung von frequenzbereichen.

usw. usw...... viel spaß. interessieren würde mich wirklich welche frequenz du beim ausmessen einer stimmgabel misst!

lg matthias

p.s. auch ich "eiere" aus gutem grund hier mit meinen ausführungen rum, da ich gezwungen bin immer hin und her zuswitchen zwischen detailgenauigkeit und "normaler" musiktheorie. es IST sehr kompliziert und vieles widerspricht sich auf dem ersten blick, während einiges logisch scheint, aber bei detailprüfung nie und nimmer stimmt...... tja, die klangschalen..... nicht umsonst sind glocken und diese schalen so mystisch,magisch, wunderbar therapeuitisch etc.... da steckt eben viel drin. mit 440hz,tonleitern und mathematischen oktaven kommt man da nicht weit.
Mit Zitat antworten