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Alt 04.08.2009, 14:39
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feuervogel69 feuervogel69 ist offline
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planetenschalen- warum nicht nach custo?

Planetenschalen- warum nicht nach Custo?

Planetenschalen, Planetentöne- diese Begriffe gehen leicht durchs Gehirn, Planetentöne gabs schon immer und alles klingt logisch. Der Bezug zu anderen astrologischen Anwendungen steht, ist da und wird gern und ausgiebig verwendet.
Was spricht denn nun also dagegen?

Um das zu verstehen, versuche ich mal etwas auszuholen, um verständlich zu machen, was es heißt nach Custo Klangschalen den Planeten zuzuordnen.

Das Problem ist übrigens nicht neu-bei meinen Recherchen mußte ich feststellen, daß auch in der Tradition überhaupt keine Einigkeit herrscht über die Planententöne. Während manche z.b. eher Vokale (also Klangfarben, bzw. Formantbereiche) den Planeten zuordnen, berechneten andere die Bezüge der Planeten untereinander und drückten das in Intervallen aus, wieder andere ordneten den 7 Tönen der Tonleiter die Planeten entsprechend zu.
Gemeinhin wird der Kosmos ja als ganzes gesehen, d.h. die Planeten repräsentieren -zumindest in der esoterischen Vorstellung- das ganze Gefüge vorkommender Möglichkeiten. Dem entspricht in der Tat die Vorstellung eines „Tones“ ganz gut. Jeder kennt diese Tasten auf dem Klavier. 7 Stück nach oben (die weißen) und wir kommen beim gleichen Ton wieder an ;-) . Kurz: die traditionelle Unterteilung des klassischen „Tonraumes“ paßt ganz gut zu den Planeten, bzw. in allen archaischen Musikkulturen gibt es diesen Begriff des „Tonraumes“ oder des Tonmaterials- also eben der „Töne“ und das pegelt sich immer so zwischen 5 und 7 ein. Planetar passt das ganz gut.
In unserem Zusammenhang interessiert eigentlich mehr der Gebrauch des Wortes „Ton“ der in seiner Art und Assoziation quasi seit altersher genau so tradiert ist! Wir „stellen uns Töne in eben diesem „Maße“ vor: Eine Oktave in ca. 5-7 Teile geteilt. Mit (europäischen) Halbtönen kommen wir auf 12. Viel mehr „Tonunterscheidung“ gibt es nicht. Das hat Gründe in der Wahrnehmung und unsere Fähigkeit überhaupt Unterschiede zu spüren.

Wo liegt nun das Problem an der ganzen Custo-geschichte? Custo macht ja nichts anderes als die Umläufe hochzuoktavieren und dann die Frequenzen im hörbaren Bereich als die entsprechenden Planetentöne zu bezeichnen. Soweit ist auch alles noch interessant und korrekt. Doch: die Planeten belieben zu scherzen, sie spielen uns (als wahrnehmdes Wesen) in der Sache einen kleinen Streich.
Gehen wir noch einmal kurz zurück: Töne…. Klaviertasten als gute Repräsentation dessen, was wir gemeinhin als „Ton“ verstehen. 7 Töne innerhalb des Oktavtonraumes. Astrologisch wäre es sinnvoll und wünschenswert wenn wir die Planeten nun schein gleichmäßig auf die Oktave verteilen könnten. Eben jeder Planet seinen Ton und damit seinen Platz. So wie es ja in vielen anderen „Schulen“ ja auch geschieht.
Doch: was passiert, wenn wir nun Custosche Planetentöne auf dem Klavier spielen wöllten??

Es fällt auf, daß die Planeten amscheinend Grüppchenbildung bevorzugen, bzw. sich gar gleich auf den gleichen Ton setzen. Es gibt 2 Grüppchen: Gruppe 1 ist Sonne mit dem Ton „h“ gefolgt von Merkur und Pluto, die beide (!!!) sich den Ton cis teilen und nur einen Halbton weiter, also auf „d“ tummeln sich Mars und Saturn! Die folgenden „Töne“ dis,e,f bleiben leer und dann folgt Grüppchen 2: jupiter auf dem „fis“ , Erde gleich danach auf „g“ und wieder ein Duo: Uranus und Neptun zusammen auf dem „gis“.Venus folgt gleich auf dem „a“. Man muß sich das vergegenwärtigen: der „Kosmos unsere Oktave wird gleichmäßig in 12 Halbtöne geteilt (die wir schon brauchen um überhaupt eine Zuordnung zu treffen) und allein 4 Planeten verteilen sich innerhalb eines Umfangs von nur 2 Halbtönen.

Das Problem für unsere Klangschalen ist nun gleich mehrfach: Es leuchtet ein, daß bei dieser „klumpigen“ Verteilung unserer Cuostoschen Planententöne es schwierig wird, die Klangschalen-die rein statistisch natürlich völlig gleichmäßig über die ganze Oktave verteilt sind- zuzuordnen, bzw. es aufgrund der großen „Zwischenräume“ große „Leerbereiche“ gibt, wo nichts zugeordnet werden kann.
Andrerseits reicht die Unterscheidung der Töne in gängige Halbtöne immer noch nicht aus um die Planetenfrequenzen zu unterscheiden- sind wir auch noch gezwungen die „Toleranz“ sehr sehr eng zu machen, um überhaupt eine z.b. Uranusschale von Neptun zu unterscheiden!

Ich hoffe das Problem kristallisiert sich heraus: einerseits Schalen, die in ihren Frequenzen gleichmäßig irgendwie über den Frequenzbereich verteilt sind, andrerseits engste Toleranzgrenzen die sogar unsere Vorstellung von „Tönen“ unterschreiten, um die Planeten überhaupt unterscheidbar zu machen.

Absurd wird es wenn wir jetzt noch bedenken, daß beim Anreiben und spielen mit „stehendem“ Klang-also wenn die Schale permanent klingt, i.d.r. nur (!) der Grundton zu hören ist (Wo kommen denn die vielen Planetenschalen her?) Und völlig zum verzweifeln ist es, wenn - ausgerechnet die Klangschalen selbst liefern hier dieses für die Coustosche Planetentonzuordnung größte Horrorszenario- der Grundton selbst gar kein einzelner Ton ist, sondern 2 dicht nebeneinanderliegende. Und ausgerechnet so dicht, daß es im Falle unserer „Planetentongruppen“ möglich ist, daß der „Grundton“- den wir als einen Ton hören, in Wirklichkeit der Ton von z.b. Uranus und Neptun zusammen ist!
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