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AW: planetenschalen- warum nicht nach custo?
was du über frank sagst schillert ja hier auch teilweise durch und eben deswegen verstehe ich eigentlich nicht, wieso er dann diese "dogmatische", mathematische herleitung überhaupt benötigt!! würde er von vornherein intuitiv und gefühlsmäßig arbeiten und so auch die planeten seinen schalen zuordnen, hätte ich nix dagegen. da würde geschulte wahrnehmung mit achtsamkeit zusammenkommen und einem schuß atrologischer analogie. es wäre nix groß anders und ich behaupte mal das fehlen einer mathematischen grundlage würde die sensibilität sogar sehr steigern und erhöhen, da man noch mehr "fühlen" müßte, wie sich die schale anfühlt...!
Genau das wird nach meinen Erfahrungen in den Seminaren aber gemacht; und das empfinde ich als sehr gut. Die Wahrnehmung eines Seminarteilnehmers kann noch so krass von der Custo'schen "Norm" abweichen - sie wird als absolute Wahrnehmung akzeptiert und in die Arbeit integriert. Schließlich soll der Klient lernen, seiner Wahrnehmung zu vertrauen, mit ihr zu arbeiten und daraus wiederum zu lernen. Die von Dir angesprochenen Aspekte Achtsamkeit, Wahrnehmung und der Schuss astrologischer Analogie kann ich zu 101% bestätigen und möchte an dieser Stelle noch Liebe hinzufügen. Keineswegs geht der Teilnehmer am Ende durch die Tür und weiß, dass die Sonnenschale nicht zwingend auf den Solar Plexus gehört. Wohl aber weiß er, viele, viele Töne zu unterscheiden und vielleicht auch zuzuordnen. Zumindest wurde er dafür sehr sensibilisiert. EDIT: Das ist übrigens ein Aspekt, den ich in meinen Gesprächen mit den Menschen über die Klangarbeit meistens aufgreife. Schließlich findet diese Sensibilisierung auch beim Klienten statt und das meist unmittelbar.
Die schwebungen der östlichen gongs (java,bali) sind grundbestandteil des instrumentes und werden gezielt angewendet und klassifiziert. gongs werden nach diesen "ombaq" bewertet. es gibt gongs ohne schwebung (gong baoeng), mit langsamen (bima goemejoe-das langsame lachen bimas) und auch mit sehr schnellen schwebungen (bima ngoegoek-das schallende gelächter bimas) wie z.b. 13 schwebungen(!). samarinda auf süd-borneo verlangt genau 3 schwebungen.
hör dir ein gamelanorchester mal an und erlebe einfach mal wie dort alle arten von "schwebungen" und klängen übereinander gestapelt werden ....
Danke, hier werde ich mich in den kommenden Wochen, Monaten etc damit beschäftigen! Dennoch handelt es sich imho hier um ein anderes Musikverständnis aus einem anderen Kultur-, ja, Weltanschauungskreis; auch wenn der Mensch an sich psychoakustisch relativ gleich aufgebaut sein mag. Es geht um die gezielte Wahrnehmung und das bewusste Verarbeiten dieser besonderen Töne, Schwebungen etc. Und da gibts in anderen Kulturkreisen nunmal Defizite und Unterschiede, was nicht wertend gemeint sein soll. Ich höre z.B. aus einer guten Bluesrockscheibe Dinge heraus, die mich im positiven Sinne völlig "ausrasten" lassen; wo andere sich nur an den Kopf greifen. ;-) Sie nehmen das Lied anders war; und haben damit ebenfalls Recht. Auch die Bewertungen einer wissenschaftlichen Studie sind letztlich doch nur Beobachtungen und entsprechend unserer Erfahrungen, unseres Wissens und den entsprechend resultierenden Parametern gezogene Schlüsse. Sie können helfen, uns zu orientieren, aber ob sie RICHTIG oder WAHR sind... können, dürfen wir das beurteilen? Ich weiß es nicht.
man muß sich klar machen, daß hier in dem bereich überhaupt nix "erfunden" wird, sondern nur alte, früher normale praktiken aus dem musikalischen bereich (bei den alten griechen war die musik nicht umsonst therapeutisch!!) heute mit psychologischen oder neurologischen begriffen neu beschrieben werden.
alles nix neues, nur hat man damals so ein register eben nicht erdentonregister genannt und auch nicht davon gesprochen während dem abendmahl die gemeinde in den alphazustand zu versetzen und keiner wußte dass weihrauch thc enthält.... aber GEMACHT wurde es genauso wie heute.
wenn man da so einige sachen weiß, ist man dann aus diesem grunde etwas demütiger und es kommt einem dann eben etwas lächerlich vor, wenn quasi altes traditionelles wissen mit neuartigen begriffen verwurstet wird und dann als "große erfindung" verkaufsfördernd angeboten wird.
Letzteres sehe ich sogar weniger dramatisch; Immerhin wird beständig alles neu beschrieben, manchmal auch verwurstet. Und das die alten Völker "mangels" unseres logischen Verstands, den wir ja ach so schätzen und für unsere z.T. unmögliche Selbstwahrnehmung und - darstellung benutzen, viel sensibler waren ist absolut nachvollziehbar und unbestritten. Und etwas Demut ist diesbezüglich auch angebracht. Es ist unverzeilich, dass durch die blutrote Expansion der abendländischen Kultur derartig viel altes Wissen in den Flokati ging. Andererseits ist es auch genial, was für klangarchitektonische Teile unsere Kultur eben auch hinterlassen hat. Ich bin für wahr kein Mann Gottes und werde das auch nie sein. Aber demnächst werde ich mir mein Didgeridoo schnappen und beim heiligen Hausmeister unserer Kirche an die Pforte klopfen.
So, ich muss... :-(
Geändert von Norman (19.08.2009 um 14:16 Uhr).
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