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Alt 19.08.2009, 17:54
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feuervogel69 feuervogel69 ist offline
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AW: planetenschalen- warum nicht nach custo?

Zitat:
Zitat von Stefan Beitrag anzeigen
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass sich die Qualität der Klangschalen verändert, je länger man sie spielt. Was das ausmessen angeht, bekommst Du unterschiedliche Ergebnisse über die Zeit. Dies ist allerdings auch extrem von der Umgebungstemperatur abhängig, wie bei allen "Blechinstrumenten".
danke für die erfahrung. das stützt ja dann auch die sache, daß es eigentlich nonsens ist, nach coustoschen planetentönen die schalen auszumessen.

ich muß dein halbwissen ;-)) auch hier wieder schmählich korrigieren bezüglich der blechinstrumente: du mußt wirklich unterscheiden zwischen idiophonen (selbstklingern, d.h. das material klingt selbst wie unsere klangschalen)und aerophonen, wie den ganzen blechblasinstrumenten (tuba,trompete,flöte etc.) den "luftklingern" wo die eingeschlossene luft der teil ist der den schall erzeugt!

der unterschied besteht nämlich darin, daß eine erhöhung der lufttemperatur durch darausfolgende steigerung der schallgeschwindigkeit im medium die frequenz ganz anders (nämlich viel stärker) erhöht, als dies bei selbstklingern der fall ist. ich glaube 3 grad celsius waren ca. 1 hz (bei luft). bei orgeln merkt man das ganz krass (sommer/winter).

norman: die schwebungsgeschichte hat für meine begriffe relativ wenig mit musukkultur zu tun, da der psychakustische effekt derselbe ist. je nach schwebungsfrequenz stellt sich das gehirn auf den entsprechenden zustand ein. sowohl auf bali, als auch in einer itali. kirche ;-)))) nur der ganze rahmen drumrum, die verpackung, wie ich um den "effekt" musik schreibe, das ist kulturell unterschiedlich.
aber grundsätzlich bewirkt eine gongschwebung auf java dasgleiche wie eine pfeifenschwebung einer altitalienischen orgel. stichwort gehirnwellensynchronisation. das gilt aber eben (fast) nur für diese schwebungsgeschichte. alles andere-tonsysteme,klangfarben,rhytmussysteme-das ist natürlich anders und wird je nach kulturellem kontext sehr unterschiedlich wahrgenommen. aber die wahrnehmung einer schwebng ist so unmittelbar wie düfte-die ja auch die zensur des gehirns unterlaufen. deshalb funktioniert doch das ganze mit den schalen hier überhaupt. weil es egal ist, ob in tibet oder stollberg jemand an der schale reibt;-) schwebungen sind, neben den rhytmen die auf dem puls beruhen (um noch mal ein andres beispiel zu bringen), ebenso global und universal wie düfte.

lg matthias
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