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Alt 23.02.2010, 11:08
Schamanetrommel Schamanetrommel ist offline
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AW: Schalenuntersetzer für Fußschalen

Hallo Feuervogel,

das mit der Kaltverformbarkeit gilt für alle Materialien - wenn auch unter unterschiedlichen Vorzeichen.

Bei Metall gibt es meines Wissens aber eine Kraft, die überschritten werden muß, damit eine Verformung eintritt.

Beispiel 1:
Eine Klangschale aus Messing oder Bronze steht unter Einfluss der Schwerkraft 300 Jahre auf einer flachen Unterlage. Dann bleibt sie im wesentlichen so wie sie ist. Außer Rost etc. Eine Kaltverformung tritt nicht ein, da die angesprochene Grenzkraft nicht überschritten ist.

Beispiel 2:
Eine Glasschale steht so da. Sie verformt sich (da sie ein Glas ist, also eine kristallinen Strukturen ausbilden konnte, somit ist sie eine Art sehr zähflüssiger Honig. Das merken wir nur nicht, aber es gibt ja Beispiele dafür.

Beispiel 3:
Eine Klangschale wird mit Klöppel angespielt. Sie wird temporär verformt (am Rand eingedrückt), die Rückstellkräfte der Schale fangen den Druck auf, die Schale klingt aus und hat sich nicht verformt. So wünscht man sich das ja als Klangmusiker. Es liegt also eine elastische Verformung vor, die wieder in die Ausgangslage zurückkehrt.

Beispiel 4:
Die gleiche Schale fällt herunter, sagen wir aus einem Meter Höhe auf einen Parkettboden. Sie fällt auf den Rand, wird temporär verformt, die Rückstellkräfte reichen nicht aus, um die Verformung abzufangen, ein Teil der Verformung bleibt nach dem Vorfall bestehen. Es liegt also eine elastische Verformung vor (die abgefangen wird) und zusätzlich eine plastische, dauerhafte Verformung. Damit wird, wie von Dir geschrieben, die Schale als Klangkörper verändert, Frequenzen und Struktur der Obertöne ebenfalls und die Schale klingt (wahrscheinlich) nicht mehr so gut.

Jetzt kann man ja ausrechnen, welche Kräfte in Fall 3 und 4 wirken.

Fall 3:
Schalenhammer 1300 g, Geschwindigkeit 2m/s. Abgebremst auf 0 m/s auf der Strecke von 3 cm (2 cm Gummibelag des Hammers, 1 cm Fell).

Fall 4:
Gewicht einer Schale 3 kg, Fallhöhe 1 m, abgebremst auf Parkett mit 0,5 cm Strecke. (oder anderes Schalengewicht).

Bei der Berechnung kann man die Kräfte ja ermitteln, wenn man annimmt, dass temporär eine konstante Kraft einwirkt.

Schaffe ich jetzt zeitlich gerade nicht, aber meine These ist, dass die Kräfte in Fall 4 deutlich über einem Gewicht von 80 kg liegen und zwar signifikant.
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