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AW: Klangschalen: physikalische Wirkweise auch in Bezug auf Gehörlosigkeit
hallo silke:
physik der klangschale... das ist ein weites feld. in erster linie müßtest du dich da aber mit schall, akustik und der asubreitung von wellen+ihrer resonanz beschäftigen.
ich schreib dir einfach mal kurz ein paar "physikalische stichpunkte zu den schalen:
1. wirkung: die absolute höhe der frequenz (+ihre energie) bestimmt, welche gewebearten wie mitschingen und wie tief der schall in den körper dringt.
2. wirkung: die meisten schalen erzeugen 2 gaanz dicht nebeneinanderliegende töne mit den dazugehörenden obertönen. das ohr hört allerdings nur einen ton (mit den obertönen) der-entsprechend der differenz dieser beiden töne-"schwebt". so entsteht dein vibrato der schale.
quasi wie eine 12 saitige gitarre, wo auch jede saite doppelt vorhanden ist und dadurch (durch die nie ganz perfekte stimmung) dieser chorus-oder schwebungseffekt entsteht. hier interessiert dann die schwebungsfrequenz, ob sie mit den entsprechenden binauralbeats korreliert, also ob die schwebung im alpha, delta, oder thetabereich liegt. je nachdem ist dann auch die wirkung.
die reine lautstärke ist eigentlich nur bei den ganz tiefen tönen intressant, dort spielt es eine rolle, ob die frequenz dann "arbeiten kann oder nicht". im hohne bereich limitiert eher dein gewebe.
richtig erkannt: tiefe töne= gute weiterleitung und spüren rein körperlich, hohe töne und schwebungen funktionieren eher über die gehirnwellensynchronisation, bedenke aber, daß gerade im absoluten hochtonbereich bis hin zu ultraschall, die knochenleitung des schalls maßgeblich ist! alte leute hören oft deshalb "schwer", weil ihre knochen zu spröde sind und die hohen frequenzen nicht mehr genügend durch die knochen übertragen werden.
also bei gehörlosen ist immer zu klären, was genau nicht funktioniert. nervenzellen, trommelfell etc... evtl. kennst du den trick, daß es "gehörlose" menschen gibt, die trotzdem töne erkennen können (z.b. indem sie einen arm aufs klavier legen)-dieser trick funktiuoniert dann mithilfe der knochenleitung: die frequenzen kommen bei intaktem hörnerv hier über die knochen an.
5. planentenresonanz: ich bin entschiedener gegner dieser wirkung, frank schwört drauf... entsprechende diskussionen sind hierzuhauf zu finden und stärken dein physikalisches verständnis für die gesamte materie ;-))
6. formantwirkung. schon seit alten magischen tagen, über die logen bis hin zu steiner etc. wird mit den wirkungen der menschlichen vokale gearbeitet. diese vokale werden oft auch als formanten bezeichnet und bezeichnen unterschiedliche frequenzbänder. je nachdem ob eine schale innerhalb dieser bänder resoniert, kann sie ausgeprägte formantwirkung haben. diese zuordnung wird z.b. meines wissens bis heute verschenkt, bzw nicht genutzt. stattdessen wird auf den planententönen rumgemacht ;-(
an der stelle möchte ich auch mal jemand empfehlen, der über diese ganze thematik gute bücher geschrieben hat (sonogramm der persönlichkeit) und über gongs hier auch pionierarbeit geleistet hat: johannes heimrath.
lg und viel freude.
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