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AW: Alte oder antike Klangschalen - ausführliche Informationen
@Frank: meine Schwester war im vergangenen Jahr in Mustang und hat dort einen Schmied kennengelernt, der auch mich gerne einmal kennenlernen möchte. Wenn das soweit ist, werde ich ihn danach fragen und dann davon berichten.
Literaturempfehlungen:
Mircea Eliade: Schmiede und Alchemisten, Herder-Verlag
Ruth Michels-Gebler: Schmied und Musik, Verlag für systematische Musikwissenschaft
Aber dennoch reicht das alles nicht an das eigene Erleben heran.
Aber mit der Magie, das ist so eine Sache, da sollten wir sehr achtsam und bewußt auch mit den Begriffen umgehen. Magie kommt von Imagination, das ist die Vorstellungskraft. Die Beeinflussung des Unbewußten eines anderen, um ihn zu manipulieren oder zum Beispiel zum Geldausgeben zu verführen, indem man ihm irgendwelche Vorstellungen vorgaukelt, das ist ein Bereich der Magie, von dem ich lieber die Finger lasse. Deshalb wettere ich auch so gegen die Vorstellung von diesen geheimnisvollen Metallmischungen.
Bloß weil Schmiede mit Feuer umgehen können (sollten) und Materie umwandeln können, ist das noch lange keine Magie, obwohl für Außenstehende wohl schon immer so gewirkt hat. Aber begegnet Euch Klangmasseuren das nicht auch?
Nur ein Beispiel aus der Praxis zum Thema Metallmischung:
Nur o,o8 % Blei in einer Goldlegierung machen diese vollkommen spröde und unbrauchbar.
Schon einige Klangschalenbesitzer habe die schmerzliche Erfahrung gemacht, wie spröde und zerbrechlich manche Schalen sind. Bronze ist warmbrüchig.
Daß heißt, wenn man sie erwärmt, glühend macht, wird sie zunächst einmal noch empfindlicher und es gibt nur einen ganz kleinen Temperaturbereich, in dem sie schmiedbar ist. Deshalb meine größte Hochachtung vor den asiatischen Gong- und Klangschalenschmieden. Möglicherweise kennen sie einige Metallzusätze, damit dieser Temperaturbereich etwas größer wird. Und natürlich sind die verwendeten Legierungen nicht ganz so sauber, wie unser hochtechnisiertes europäisches Zeug. Aber muß man deswegen so ein Hokuspokus daraus machen?
Ich verwende unsere europäischen Industriebleche und bearbeite das Metall kalt und es klingt phantastisch - durch die Handarbeit!
Die Bronze (DAS klassische Klangmetall), die ich verwende, hat einen sehr niedrigen Zinnanteil und läßt sich dadurch auch noch ganz gut kalt mit dem Hammer bearbeiten.
Zu einer Titanklangschale fragte mich einmal der Herausgeber der Schmiedezeitschrift HEPHAISTOS: "Was ist denn das - Selbstbestrafung Nummer eins?" Das Metall ist unheimlich hart und zäh, aber es klingt sehr schön und sieht aus wie ein Regenbogen. Titan wird viel in der Raumfahrt verwendet und das ist auch in der Qualität dieser Klänge spürbar, wenn man dazu meditiert.
Das nächste Metall, das ich verwende, ist Neusilber (eine alte Bezeichnung ist Alpaka), eine Legierung aus Kupfer, Zink und Nickel, silberfarbig wie mein neuer großer Gong.
Messing klingt nicht soo gut, aber immer noch gut genug, daß ich die Schalen noch mit einem guten Gewissen als Klangschalen verkaufen kann.
Eisen, Silber, Kupfer, Aluminium, Edelstahl (noch schlimmer als Titan)...
alle haben sie ihre spezifischen Klangqualitäten,
aber ich hoffe ihr verlangt jetzt nicht von mir, daß ich hier ohne praktische Beispiele alles aus 17 Jahren Berufserfahrung aufschreiben soll.
Ich biete aber am 26. Juni ein Seminar zu dem Thema an.
Kann ich das auch irgendwo im Forum ankündigen?
Mir fiel gerade ein, es gibt in Tibet doch solche geheimnisvollen alchemistischen Metallmischungen und zwar für die so genannten Juwelenpillen. Solche Medizin ist so wertvoll, das ein "normaler" Tibeter ein ganzes Jahr dafür arbeiten müßte, um sich eine solche Pille kaufen zu können.
Glaubt wirklich jemand ernsthaft daran, daß so etwas Wertvolles für Schmiedearbeiten verballert würde?
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Silberschmiedemeister seit 1992,
Ich schmiede seit 1993 Klangschalen und andere Klangobjekte und gebe damit auch Konzerte.
Meine Klangschalen sind garantiert unzerbrechlich und enthalten keine giftigen Schwermetalle
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